Sei Antifaschist*in – werde aktiv!

Gemeinsam gegen den Faschismus – werde aktiv! Wir wissen, dass es jetzt auf uns alle ankommt. Die faschistische Gefahr in Deutschland ist 2026 so real wie seit 1945 nicht mehr. Sei laut, wenn in deinem Umfeld jemand einen faschistischen Kommentar macht, oder organisiere dich.

Was Antifa bedeutet

Antifa steht für Antifaschismus – und damit für den entschlossenen Kampf gegen Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und alle autoritären Ideologien. Antifa ist keine feste Organisation sondern eine Haltung und Verhaltensweisen, um faschistische Entwicklungen zu bekämpfen. Dazu gehören das Organisieren von Demonstrationen, das Blockieren rechter Aufmärsche, antifaschistische Recherchearbeit, Aufklärung und die Dokumentation rechtsextremer Strukturen. Antifaschistische Aktionen können vielfältig sein, aber sie verfolgen stets das gemeinsame Ziel: Die Gewalt der Rechten zu verhindern. Polizei und Presse sagen, das sei „terroristisch“.

Die reale Gefahr der Faschisierung

Im September ist in Sachsen-Anhalt Wahl. Laut Prognosen liegt die AfD mit über 40 % vorn – es droht die erste AfD-Landesregierung. Sachsen-Anhalt könnte zum Modellversuch für autoritäres, gewaltsames Regieren in Deutschland werden und als Vorlage für weitere Bundesländer dienen. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Faschisierung.

Der Begriff der Faschisierung bezeichnet Entwicklungen, die historisch bekannten faschistischen Tendenzen entsprechen. Diese Tendenzen sind heute in Deutschland unübersehbar.

Dazu zählen die massiv steigenden Angriffe auf Migrant*innen. Parteien wie CDU/CSU, SPD und Grüne treiben diese Angriffe arbeitsmarktpolitisch voran, während die extreme Rechte sie völkisch-rassistisch begründet. Beide Strömungen legitimieren Gewalt, die einen mit neoliberaler Arbeitsmarktpolitik, die anderen mit offen rassistischer Hetze.

Im Juni trat eine Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in Kraft. Seither werden Geflüchtete in Europa schlimmer und grausamer behandelt: Rechtsschutz wurde drastisch beschnitten, Asylverfahren werden ohne eine tatsächliche rechtliche Prüfung abgelehnt und Familien mit Kindern in Abschiebezentren in beliebige Drittstaaten deportiert. Gleichzeitig gibt es mehr Gewalt gegen Migrant*innen von rechts. Die AfD versucht gezielt, Begriffe aus dem Nationalsozialismus neu zu etablieren und zu normalisieren. Ihre Anhänger rufen zu privaten Bürgerwehren auf. Die sollen für „Sicherheit und Ordnung“ sorgen. In Wirklichkeit ist das ein Aufruf zu Gewalt gegen Migranten und alle, die nicht in ihr Weltbild passen.

Diese Gewalt richtet sich auch gegen queere Menschen. Es gibt immer mehr Angriffe auf CSD-Veranstaltungen und Straftaten, die gegen Queer-Menschen gerichtet sind. Gleichzeitig instrumentalisieren Rechte sexualisierte Gewalt gegen Frauen für rassistische Hetze, während sie patriarchale Geschlechterbilder propagieren, die Männer zu sexuellen Übergriffen bis hin zu Femiziden an (Ex-)Partnerinnen ermutigen. Die gleichen Kräfte, die „Frauen schützen“ rufen, stabilisieren die Verhältnisse, die patriarchale Gewalt erst ermöglichen.

Diese eskalierende Gewalt ist ein Merkmal faschistischer Bewegungen und wird weiter zunehmen, wenn diese Bewegungen nicht aufgehalten werden. Menschen, die sich dieser Entwicklung entgegenstellen, also Antifaschist*innen, werden von denselben rechten Akteuren als „Terroristen” bezeichnet. Diese Kriminalisierung ist selbst ein Teil der Faschisierung.

Sei Antifaschist*in – werde aktiv!

Du hast gelesen, wie real und gefährlich die faschistische Bedrohung heute ist. Wenn du dagegen aufstehen willst, dann werde Teil der antifaschistischen Bewegung. Plane eigene Aktionen, schließ dich bestehenden Gruppen an, tausch dich mit anderen aus, widersprich menschenfeindlichen Aussagen – überall, wo du ihnen begegnest.

Stell dir die folgenden Fragen: Wie viel Gewalt von rechts muss noch passieren, wie viele Grundrechte müssen noch eingeschränkt werden und wie weit muss die Faschisierung noch vorangetrieben werden, bis du aktiv wirst und dich organisierst?

Die Lage ist ernst. Wir brauchen so viele Antifaschist*innen wie möglich, um die weitere Faschisierung zu stoppen. Sei ein Teil davon – sei Antifa.

Anlaufstellen, um sich antifaschistisch zu organisieren:

  • Den Rechten die Räume nehmen

Treffen:

Erster Montag im Monat um 18 Uhr

Dritter Dienstag im Monat um 18 Uhr

im Haus der Jugend (Große Gildewart 6-9)

Website: https://denrechtendieraeumenehmen.noblogs.org/

  • Offenes Antifa Café Osnabrück

Treffen:

Erster Dienstag im Monat ab 16:00: Offenes Antifa Café

Zweiter Freitag im Monat ab 19:00: Salon Résistance

Im Café Mano Negra (Alte Münze 12)

Website: https://antifacafeos.noblogs.org/

  • Unordnungsamt

Treffen:

immer dienstags um 18 Uhr

Ort auf Anfrage

Website: https://unordnungsamt.noblogs.org/